Mittwoch, 30. Dezember 2015

{Rezension} Ein Herzschlag danach


Titel:  Ein Herzschlag danach
Autorin: Sarah Alderson
Erschienen: 01.12.2012
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Seitenzahl: 349
Format: Taschenbuch
Band: 01/02
Preis: 14,99€



Klappentext:

Ich musste sofort verschwinden.
Durfte keine Sekunde verlieren.
Musste ins nächste Flugzeug steigen und abhauen, bevor Alex die Wahrheit über mich herausfand.

Lila liebt Alex, seit sie denken kann. Doch ein Geheimnis steht zwischen ihnen. Ein Geheimnis, das Lila in höchste Gefahr bringen kann, falls Alex davon erfährt. Auch wenn es Lila das Herz zerreißt, ihr bleibt nur die Flucht...

Der Klappentext auf Amazon ist ein bisschen anders:

Die siebzehnjährige Lila ist seit Jahren heimlich und unsterblich in Alex, den besten Freund ihres Bruders, verliebt. Es ist immer gefährlich, sich in den Falschen zu verlieben, in Lilas Fall ist es lebensgefährlich: Alex und Lilas Bruder sind Soldaten einer Eliteeinheit, die Jagd auf Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten macht. Und unglücklicherweise verfügt auch Lila über eine besondere Gabe: Sie kann Gegenstände allein durch Gedankenkraft bewegen ...



Erster Satz:

Die Scharfe Spitze bewegte sich auf sein Auge zu wie ein Skalpell auf ein Geschwür.


Meine Meinung:

Sehr gut geschrieben, aber trotzdem nicht meins

Ich finde den Schreibstil von Sarah Alderson sehr sehr gut. Man will das Buch gar nicht mehr zu Seite legen und es am liebsten an einem Tag durchhaben. 

Allerdings ist das Buch nicht allzu spannend und trotz der Tatsache, dass im ersten Drittel alle nur um Lila's Gefühle für Alex geht ist keine richtige Liebesgeschichte vorhanden. 

Außerdem wird in der ersten Hälfte nur beiläufig Lila's Begabung erwähnt - auf den ersten paar Seiten. Das ist zwar der Auslöser für die folgenden Ereignisse, dennoch wird es danach nur ein paar Mal beschrieben. Und das bis zum letzten Viertel, wo dann auch die Spannung eintritt.

Die Geschichte ist relativ einfältig: Ein Mädchen hat besondere Fähigkeiten und wird deswegen gejagt. 
Natürlich gibt es auch noch ein paar Nebenhandlungen, die noch ein bisschen Spannung reinbringen oder Gefühle aufbringen lassen. 


Die spannenden Ereignisse, sind alle in Richtung Ende, sodass am Anfang fast gar nicht passiert und am Schluss dann alles. Dadurch zieht sich der Anfang ein bisschen und am Ende kommt man fast nicht mehr mit. 
Den Aufbau könnte man so sehen, dass die ersten beiden Drittel die Vorgeschichte sind und und das letzte Drittel der Höhepunkt ist. 

Was ich auch relativ blöd finde ist, dass das Buch mitten in einem Erlebnis aufhört. Also, dass gerade etwas passiert ist,  sie noch mitten dabei sind und dann ist es auf einmal vorbei. Es gibt einen Epilog der das ganze dann noch mal ein bisschen zu Ende führt, dennoch bricht die Handlung quasi ab.

Was ich verwirrend finde, sind die Beziehungen:
Lila liebt Alex seit sie Fünf ist. Sie haben sich drei Jahre nicht gesehen und Lila ist jetzt Siebzehn. 
Alex ist der beste Freund von Lila's Bruder Jack. 
Als Lila's Mutter gestorben ist, sind sie und ihr Vater nach England gezogen und haben den Bruder einfach bei seinem besten Freund in Amerika gelassen. 
Lila stellt Alex immer über ihren Bruder und vor allem über ihren Vater. Wenn also etwas schlimmes passieren würde, würde sie zuerst Alex retten und dann mal sehen ob die anderen noch leben.
Und so weiter und so fort. 

Dennoch gibt es manche Charaktere, die einfach toll sind und der Schreibstil ist wirklich genial, was das ganze ein bisschen rettet. 



Beurteilung:

Es hätte mehr draus gemacht werden können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen